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Soziale Arbeit in und für Luxemburg – in welcher Gesellschaft möchten wir 2030 leben?

Die Sicherstellung Sozialer Kohäsion ist als ein grundlegendes Ziel der europäischen Sozialpolitik in den EU-Verträgen verankert. Seinerseits definiert der Europarat den Begriff
der sozialen Kohäsion als „die Fähigkeit einer Gesellschaft, das Wohlergehen all ihrer Mitglieder zu sichern und durch Minimierung von Ungleichheiten und Vermeidung von Marginalisierung Unterschiede und Spaltung zu bewältigen sowie die Mittel zur Erreichung des Wohlergehens aller zu gewährleisten“.
Eine Politik, die den sozialen Zusammenhalt einer Gesellschaft erhalten und fördern will, ist in erster Linie darauf ausgerichtet, die Ursachen mangelnder sozialer Teilhabe, materieller und sozialer Ungleichheit sowie spürbarer Integrations- und Qualifikationsdefizite zu beheben.

Einerseits gehört Luxemburg zu den reichsten Ländern in Europa und vielen Menschen geht es immer besser.
Andererseits vergrößern sich soziale Unterschiede für verschiedene Gruppen immer mehr, wie u.a. der „Soziale Gerechtigkeitsindex“ in der EU 2017 anschaulich belegt.

Hier möchten die Mitglieder der Kiischt um Kuch Impulse zur positiven Veränderung setzen.
Es sind Menschen:
– die sich der Luxemburger Gesellschaft verpflichtet fühlen,
– die im Laufe ihrer Berufstätigkeit in Wirtschaft, Sozialem, Verwaltung, Wissenschaft, Politik und Ausbildung tätig waren,
– die auf eine langjährige Berufserfahrung zurückblicken und bereit sind, sich ehrenamtlich zu engagieren und sich zu vernetzen.

Zur Gründungsgruppe gehören (November 2018):Fernand Anton, Pierre Bley, Mars Di Bartolomeo, Colette Flesch, Norbert Friob, Roland Gelhausen, Marianne Kirch, Nico Meisch, Maddy Mulheims, Ludwig Neyses, André Reuter

Petra Böwen, Studiendirektorin des Bachelor in Sozial- und Erziehungswissenschaften und Leiterin des PraxisBüros an der Uni.lu, ist Initiatorin und Leiterin des Projekts.
Martine Neyen (Ondine Conseil) organisiert, moderiert und begleitet das Projekt.

VISION
Den Mensch in den Mittelpunkt setzen

MISSION
Wir setzen uns ein für eine Gesellschaft, die den Menschen Erfüllung und einen für sie sinnvollen Platz bietet. Jeder ist mitverantwortlich, dafür zu sorgen, dass wir eine gerechte und friedliche Gesellschaft bilden. Um dieses Ziel zu erreichen, zeigt jeder von uns
– Verantwortung
– Solidarität
– Bewusstsein, dass wir alle gegenseitig von einander abhängig sind (Grundsatz der Interdependenz)
– Soziales Engagement, ob privat, auf individueller Basis oder beruflich.

PRIORITÄRE HANDLUNGSFELDER
1.
Empowerment (den Menschen stärken)
Erziehung und Ausbildung (Erstausbildung, Weiterbildung, Lebenslanges Lernen, non-formale Bildung…)
– Gesundheit (Lebensqualität, Wohlergehen und bestmögliche ärztliche Betreuung für alle)
– Unterkunft und Wohnen
– Soziale Eingliederung / Integration / Soziale Kohäsion
– Gerechtigkeit / Chancengleichheit

2. Ethik
– Werte
– Sinn
– Menschliches Potential in den Vordergrund stellen, Fähigkeiten fördern

Als Gruppe nehmen wir uns vor, Impulse zu geben: Wir möchten informieren, sensibilisieren, aufrütteln und Lobbyarbeit leisten
Hier finden Sie Artikel zum Thema „Soziale Arbeit und gesellschaftliche Entwicklungen“